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Neuartiges Coronavirus (2019-nCoV) Wuhan

In China treten derzeit vermehrt Krankheitsfälle durch ein neuartiges Coronavirus (2019-nCoV) auf. Betroffen ist insbesondere die Metropole Wuhan (11 Millionen Einwohner) und die Provinz Hubei, zu der Wuhan gehört. Das neuartige Virus gehört wie das SARS-Virus zu den beta-Coronaviren.

2019-nCoV ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Infektketten (eine fortgesetzte Mensch-zu-Mensch-Übertragung) und Erkrankungsfälle bei medizinischem Personal wurden beobachtet.

Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung wird derzeit als gering eingeschätzt. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern.

Die erforderlichen Maßnahmen werden kontinuierlich an den Stand der Kenntnisse angepasst. Die aktuellen Informationen finden Sie auf der Homepage das RKI:

RKI

Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung der Empfehlungen zum Umgang mit Patienten bei denen eine Infektion mit den Neuartiges Coronavirus (2019-nCoV) vorliegen könnte.

Falldefinitionen:

Bitte bedenken Sie, dass derzeit die Erkrankung an einer Influenza oder einem viralen respiratorischen Infekt wahrscheinlicher ist, als eine Erkrankung am Neuartiges Coronavirus (2019-nCoV). Daher müssen diese Erkrankungen immer in die Differentialdiagnose eingeschlossen und entsprechende Diagnostik veranlasst werden.

Eine spezifische Untersuchung auf eine Erkrankung durch 2019-nCoV muss durchgeführt werden bei

  1. Patienten mit respiratorischen Symptomen (Fieber, Husten, Atemnot, Atembeschwerden bis zum schweren akuten respiratorischen Syndrom), unabhängig von deren Schwere, UND Kontakt mit einem bestätigten oder wahrscheinlichen Fall mit 2019-nCoV.

  2. Patienten mit erfülltem klinischen Bild UND Aufenthalt in einem Risikogebiet.

Hinweise zur Diagnostik (siehe hierzu Flussdiagramm unten)

Die labordiagnostische Abklärung des Verdachts auf eine Infektion mit dem 2019-nCoV erfolgt mittels eines PCR-Nachweissystems.
Proben sollten parallel aus den oberen und den tiefen Atemwegen entnommen werden.

tiefe Atemwege:

  • Bronchoalveoläre Lavage
  • Sputum (nach Anweisung produziert bzw. induziert)
  • Trachealsekret

obere Atemwege: (kein Abstrichtupfer mit Gel-Medium)

  • Nasopharynx-Abstrich (E-Swab-Abstrichtupfer), -Spülung oder -Aspirat
  • Oropharynx-Abstrich (E-Swab-Abstrichtupfer)

Für die Untersuchung auf andere Infektionserreger wie Influenza Viren
bitten wir um die Einsendung einer separaten Probe. 

Umgang mit Probenmaterialien, Verpackung und Versand

Klinische Proben von Personen mit Verdacht auf eine Infektion mit 2019-nCoV müssen als solche gekennzeichnet sein und sollten getrennt verpackt und versandt werden. Proben von Verdachtsfällen müssen im Labor angemeldet werden.

Probe bis zum Versand möglichst gekühlt lagern.  Der Versand kann mit dem Transportportdienst des Labors unter Standardbedingungen erfolgen.

Präventionsmaßnahmen:

Bei Patienten mit Verdacht auf eine Erkrankung durch Coronavirus (2019-nCoV) – Verdachtsfälle – wird zunächst ein Vorgehen zur Prävention der Übertragung durch Tröpfchen empfohlen:

  • Patienten tragen außerhalb eines Isolierzimmers einen mehrlagigen Mund-Nasen-Schutz mit korrektem Sitz,
  • Unterbringung von Patienten erfolgt in einem Einzelzimmer (möglichst mit eigener Nasszelle), ggf. Kohortenisolierung,
  • Personal verwendet FFP2 Masken, Schutzkleidung, Schutzbrille und Handschuhe
  • konsequente Einhaltung der Basishygienemaßnahmen.

Handelt es sich um einen wahrscheinlichen Fall oder mittels Labordiagnostik bestätigen Fall einer Infektion, werden folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Isolierung in einem Zimmer mit Vorraum/Schleusenfunktion
  • Verwendung von mindestens FFP2-Masken als Atemschutz
  • Sofern in den Patientenräumen eine raumlufttechnische Anlage betrieben wird, über die eine Verbreitung von Luft auf andere Räume möglich ist, ist diese abzustellen.

Robert Koch Institut
2019-nCoV: Verdachtsabklärung und Maßnahmen (Flussdiagramm)

Stand: 29.01.2020

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